Die Ortschaft Cupecoy liegt östlich der französischen Terres Basses in den niederländischen Lowlands, dem Teil der Insel, der derzeit den größten Bauboom zu verzeichnen hat. Die schöne Lage, aber auch die unmittelbare Nähe zu Maho und Simpson Bay waren Argumente, bei denen Investoren sicherlich nicht lange zögern mussten. Bislang war die Siedlung eher ein kleiner Vorposten der touristischen Orte und ein gemischtes Wohn- und Urlaubsviertel, aber überraschenderweise auch ein studentischer Ort. Hier hat die "American University Of The Caribbean" den Sitz einer medizinischen Hochschule. Selten hatte das Motto "Studieren, wo andere Urlaub machen" solch eine Gültigkeit. Ein typisches Universitätsleben gibt es allerdings nicht, so sind die Studenten auch schon älter und viele bringen sogar Familie und Kinder mit. Studentischer Treffpunkt sind keine Verbindungen, sondern der direkt an die Hochschule grenzende Casinokomplex. Es soll auch Studenten gegeben haben, denen dies zum Verhängnis geworden ist.
Das Wahrzeichen von Cupecoy bildet die Steilküste aus Kreidefelsen. Der vorgelagerte abgeschiedene Strand ist in erster Linie bei jungen Leuten beliebt. Ein weiteres Unikum beginnt gleich hinter dem Campus: Sint Maartens malerischer Golfplatz. Ursprünglich gehörte dieser zum Mullet Bay Resort, dass aber 1995 wie 80 Prozent aller weiteren Gebäude der Insel durch Hurrikan Luis zerstört wurde. Gerüchten zufolge kassierte der Besitzer eine hohe Versicherungssumme und entschloss sich, das Resort brach liegen zu lassen. Seitdem hat sich in dieser Geisterstadt, durch die sogar eine Hauptstraße führt, bis heute nichts mehr getan. Im Anbetracht des ohnehin schon großen Baubooms in Cupecoy ist das wohl auch besser so.
© Christian Korte - www.chkorte.de
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