Wer sich im Landeanflug auf Sint Maartens internationalen Flughafen "Princess Juliana" befindet, wird später aus eigener Hand eine hartnäckig im Internet kursierende Verschwörungstheorie widerlegen können. Es stimmt tatsächlich: die Jumbojets fliegen wahrhaftig nur einige Meter über den von überwiegend amerikanischen Touristen bevölkerten Maho Beach um auf die direkt an den Strand grenzende Landebahn aufzusetzen. Eine andere Theorie ist hingegen nicht so einfach zu widerlegen: nämlich die, dass einige Urlauber während ihres kompletten Aufenthalts nicht mehr von der Insel sehen (möchten?!) als dieses eher wenig repräsentative, sondern wohl amerikanisierteste Teilstück Sint Maartens. Und doch wäre das nicht weiter überraschend, bietet das Maho-Resort schließlich alles, was der Pauschaltourist erwartet - und das sogar in Gehdistanz. Neben den Hotels befindet sich das Maho Plaza mit Läden, Restaurants, Casinos und Shows - ein Mini Las Vegas. Im benachbarten Caravanserai Resort sind mit "Bliss" und "Bamboo Bernies" zwei der angesagtesten Clubs beheimatet. Haupttreffpunkt der Flugzeugbeobachter ist allerdings die berühmte "Sunset Beach Bar" direkt am Strand am Anfang der Landebahn. Ein echter Flugzeugliebhaber richtet schon einmal seinen kompletten Urlaub auf dieses durchaus sehenswerte Spektakel aus. Hartgesottene hängen sich jedoch beim Start der Jets an den Zaun und stellen sich dem Ausstoß der Düsen. Ein ganz klarer Fall von "Geschmackssache", wie wohl die komplette Maho-Gegend.
© Christian Korte - www.chkorte.de
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