Mit 424 Metern ist Pic Paradis nicht nur die höchste Erhebung Saint Martins, sondern auch die einzige, die erschlossen und sogar mit dem Auto zugänglich ist. Das bedeutet jedoch nicht, dass davon auch dementsprechend Gebrauch gemacht wird. Die enge und steile Straße würde dem auch nicht gerecht werden. Trotz der unvergleichlichen Aussicht auf die Insel ist es kein touristisches Ziel. Diese Zugänge sind auch lediglich für die Funktürme auf den Gipfeln und die dort ansässigen Menschen errichtet worden - diejenigen, die es vorziehen, so ruhig und isoliert zu leben, wie es auf Saint Martin möglich ist.
Das Plateau bietet den Ausblick auf Orient Beach, French Quarter, Dutch Quarter, Oyster Pond und Philipsburg, sowie die benachbarte Insel St. Barths. Auf der gegenüberliegenden Seite lässt sich die Bucht von Marigot vor Simpson Bay und den Terres Basses beobachten, während im Hintergrund ein Blick auf die flache britische Nachbarinsel Anguilla möglich ist. In der kühleren Anhöhe gibt es auch das einzige Stück Regenwald Saint Martins.
Zahlreiche Wanderwege haben hier ihren Ausgangspunkt. Es werden auch organisierte Touren durch die Berge der Insel angeboten. Von einem touristischen Interesse an der unberührten Natur der Insel kann allerdings keine wirkliche Rede sein. Nachdem es in der Vergangenheit besonders auf der französischen Seite einige Probleme mit der Instandhaltung der Pfade gegeben hatte, soll nun in Zusammenarbeit mit der holländischen Nature Foundation versucht werden, den Ekotourismus ein wenig in Schwung zu bringen.
© Christian Korte - www.chkorte.de
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