Terres Basses liegt westlich der schmalen Landzungen um Simpson Bay. Am Ende der Bucht von Marigot ragt Bluff Point, die wohl unbekannteste Sehenswürdigkeit Saint Martins, aus dem Wasser. Wie versunkene antike Bauwerke schauen noch Strukturen aus dem Wasser. Sie erinnern an die Zeit als dort ein Leuchtturm und eine Quarantänestation beheimatet waren. Diese sollte Marigot vor herangetragenen ansteckenden Krankheiten schützen. Grundmauern der Gebäude sind noch erhalten, doch die Besichtigung wenig spektakulär.
Terres Basses selbst war lange eine nahezu unbewohnte Halbinsel mit lediglich ein paar Hütten. Im Vorbeisegeln warf jedoch ein findiger Amerikaner ein Auge auf das Land und kaufte es für einige zehntausend Dollar komplett auf. Er teilte die Fläche in einzelne Parzellen und veräußerte diese für ein paar hunderttausend Dollar mehr. So entstand auf der ruhigen Halbinsel die Ansammlung der exklusivsten Villen der Insel. Dementsprechend gibt es im Gegensatz zur restlichen Insel keinerlei Straßenleben und auch keine Läden. Kein Haus grenzt direkt an die Straße, sondern die Außenwelt endet vor Mauern und ferngesteuerten Toren. Wer oder was genau dahinter zu finden sind bleibt oft im Dunkeln. Erwiesen ist, dass es hier Villen in den unterschiedlichsten Stilen, mit unterschiedlichen Bewohnern, mit einem oder mehreren Swimming Pools und behütet von einem oder mehreren mehr oder weniger freundlichen Wachhunden gibt. Gemeinsam haben alle aber den Wunsch, dieses Gebiet privat zu halten. Wer hier also an die äußerst schönen Strände gehen möchte, sollte das tun bevor der halbinseleigene Sicherheitsdienst abends seine Straßenposten mit Schranken in Betrieb nimmt.
© Christian Korte - www.chkorte.de
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